Premiere:

"The Three Stooges" von Peter & Bobby Farrelly

The Three Stooges, 2012, Peter & Bobby Farrelly

22. Jänner 2015
 
In über 200 (meist kurzen) Filmen der 30er, 40er und 50er Jahre wurden die Three Stooges zum Inbegriff brachialer Slapstick-Anwendung: Unverwechselbare Deppenfrisuren und unermüdliche Finger-ins-Auge-Routinen machten das Komiker-Trio Moe, Larry und Curly zu US-Ikonen. Mel Brooks wollte ihnen in den 1970er Jahren ein Denkmal setzen, aber erst die Farrelly-Brüder schafften es – nach über 15 Jahren Projektentwicklungshölle. Ihre Komödie The Three Stooges (2012) rekonstruiert virtuos die eskalierenden Körperbeherrschungsfehlleistungen der Originale, während rundherum charakteristischer Farrelly-Humanismus waltet.
 
Der Film ist ein utopisches Vaudeville-Märchen in drei Episoden: wie die Stooges ob Unfähigkeit sogar aus dem katholischen Waisenhaus (mit Larry David als gemeiner Ordensschwester namens Mary-Mengele) fliegen und dieses in Zeiten versagender Gesundheitssysteme heldenhaft zu retten versuchen, samt Ausflügen in Reality-TV-Irrsinn und einer Abschiedsbotschaft der (von Schauspielern verkörperten) Regisseure. Ein Hauptwerk der jüngeren Hollywood-Comedy.
 
Die Österreich-Premiere von The Three Stooges findet im Zusammenspiel mit dem aktuellen Kapitel der Reihe Die Utopie Film statt, in dem The Ladies Man (1961, Jerry Lewis), The Disorderly Orderly (1964, Frank Tashlin), Fun With Dick and Jane (2005, Dean Parisot) sowie zwei Double Features zu sehen sind: The Errand Boy (1961, Jerry Lewis) mit The Cable Guy (1996, Ben Stiller) und Dumb & Dumber (1994) mit Dumb and Dumber To (2014, beide von Peter & Bobby Farrelly).