Vorschau Programm Oktober | November 2018

The Face Behind the Mask, 1941, Robert Florey
26. Oktober bis 5. Dezember 2018

THE B-FILM

Hollywoods Low-Budget-Kino 1935-1959

Ein einfacher Titel, dessen einfaches Ziel es ist, die Geschichte und das Vermächtnis jener Weise des Low-Budget-Filmemachens zu beleuchten, die innerhalb des Hollywood-Studiosystems erfunden wurde und die noch lange danach von so unterschiedlichen Regisseuren wie Jean-Luc Godard, Seijun Suzuki, Hartmut Bitomsky, Martin Scorsese oder Quentin Tarantino als Ideal angestrebt wurde. Der B-Film war, wie diese Retrospektive aufzeigen wird, ein historisch spezifisches Kinogenre, das von den frühen 1930er Jahren bis zum sogenannten Paramount Decree von 1948 seine Blütezeit erlebte – dank der Einführung von Double Features und der paradoxen Idealvorstellung des Studiosystems als einer "Art Factory" mit dem damit einher gehenden hohen Ansehen. Mit dem B-Film wurde eine Art von purem Kino geschaffen, in dem man zum einen zu den Varieté- und "Attraktions"-Anfängen des Kinos zurückkehrte, und zum anderen diverse Avantgarde-Strömungen verfolgte – von Surrealismus und Photogénie bis zu sowjetischer Montage. Während einem dabei unmittelbar Val Lewton und Edgar G. Ulmer in den Sinn kommen, gibt es zahlreiche genauso wichtige Beispiele von außerordentlich innovativen aber weniger bekannten B-Filmen, die ebenfalls auf dem Programm stehen: von William McGanns bizarrer Krimikomödie Sh! The Octopus! (1937) bis zu Joseph H. Lewis' film noir So Dark the Night (1946).
 
Kuratiert von Haden Guest
Ein Programm von Viennale und Österreichischem Filmmuseum

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