In person:

Bjørn Melhus, Alex Gerbaulet & Anna Vasof

Weit Weit Weg, 1995, Bjørn Melhus
Freedom & Independence, 2014, Bjørn Melhus
I'm not the enemy, 2011, Bjørn Melhus
Gefangenenbilder, 2007, Alex Gerbaulet
29. Mai bis 1. Juni 2019
 
Die Arbeiten von Bjørn Melhus, Alex Gerbaulet und Anna Vasof finden auf Filmfestivals und im Ausstellungskontext internationale Anerkennung. Melhus (*1966) war Teil der ersten Generation, die mit dem Massenmedium Fernsehen aufgewachsen ist. Vor allem US-Filme und -Serien (wie Flipper und Lassie) haben ihn geprägt und mit virtuellen Identifikationsfiguren konfrontiert. Die Spiegelung des eigenen Selbst in medial vermittelten Stereotypien und die spielerische Auseinandersetzung mit Populärkultur jeder Art ist Zentrum seiner Kunst. Zur Kritik an der medialen Welt der Oberflächen und deren Einfluss kommt Kritik am Kapitalismus und anderen Heilsversprechen.
 
Die essayistische Arbeit von Gerbaulet (*1977) blickt ebenfalls unter die Oberflächen: Sie trägt Schicht um Schicht ab, um den Blick auf die Geschichte sowie Verdrängtes freizuschaufeln. In der Mischung aus biografischem Erzählen und strengem Dokumentieren gelingt ihr die reflektierte Untersuchung eines sozialen wie politischen Ist-Zustandes. Auch die aberwitzigen Miniaturen von Anna Vasof (*1985) legen Verborgenes frei: Ihre "Non-Stop Stop-Motion"-Arbeiten experimentieren mit der poetischen Mechanik des filmischen Apparats und reißen mit ihrer Fusion von Performance, Kunst und Expanded Cinema gleichsam Löcher ins vertraute Regelwerk. (Brigitta Burger-Utzer/Daniel Ebner)
 
In Kooperation mit dem Kurzfilmfestival VIS Vienna Shorts und (bei Bjørn Melhus) sixpackfilm.