The Passing of the Third Floor Back

The Passing of the Third Floor Back (1935)

Regie: Berthold Viertel; Drehbuch: Alma Reville, Michael Hogan, Anna Gmeyner nach dem Stück von Jerome K. Jerome; Kamera: Curt Courant; Ausstattung: Oscar Friedrich Werndorff; Musik: Hubert Bath; Darsteller: Conrad Veidt, René Ray, Anna Lee, Frank Cellier, Cathleen Nesbitt. s/w, 91 min
 
In einer streng geführten Londoner Pension haben sich unglückliche Existenzen zusammengefunden, darunter ein Ex-Offizier, der aus Arbeitsscheu seine anderweitig verliebte Tochter mit einem Immobilienhai verkuppeln will. Alle leugnen ihre Probleme, der Frust wird am Unterschichtszimmermädchen ausgelassen, das um Hilfe bittet. Da erscheint ein namenloser Neumieter (weißhaarige Eleganz und sanfter Nachdruck: Conrad Veidt), der vom Hinterzimmer im dritten Stock aus die schäbige Welt geheimnisvoll erstrahlen lässt. Seine bloße Präsenz ermutigt die Verbitterten zu Erstaunlichem - da holt der Kapitalist zum Gegenschlag aus. Berthold Viertels bewegende Allegorie trägt utopische Magie ins klassenbewusste kitchen sink melodrama. Veidt nannte die Erlöserfigur seine schwierigste Rolle, in ihren letzten Worten hallt auch ein Stück Emigrationserfahrung nach: „I am a stranger to you. And because of that I can see you all a little more clearly than you see yourself.“ (C.H.)
 
Eröffnung und Präsentation des Buches "Destination London"

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