Broken Blossoms

Broken Blossoms (1936)

Regie: John Brahm; Drehbuch: Emlyn Williams nach "The Chink and the Child" von Thomas Burke; Kamera: Curt Courant; Musik: Karol Rathaus; Darsteller: Dolly Haas, Emlyn Williams, Arthur Margetson, C. V. France, Basil Radford. s/w, 86 min
 
Mit diesem Remake von D. W. Griffiths Stummfilmklassiker feiert der aus Nazideutsch-land vertriebene John (Hans) Brahm sein Regie­debüt: Der junge Chinese Chen kommt voller Ideale nach England, um hier die Lehre des Buddhismus zu verbreiten, sieht sich rassistischer Behandlung ausgesetzt, wird schnell desillusioniert, nimmt die von ihrem sadistischen Vater terrorisierte Lucy (Dolly Haas) bei sich auf - ehe das Melodram ein so gewalttätiges wie herzzerreißendes Ende findet. Die faszinierende Kameraarbeit stammt von Curt Courant aus Berlin, Spezialist für Weichzeichnereffekte, ein Meister seines Fachs, zuvor für Lang, Bernhardt und Siodmak, danach für Renoir, Carné und Chaplin tätig: „Ein kameratechnisches Bravourstück ist der opening shot: der in Felsen gehauene Buddha, eine fremde Welt, anverwandelt im Elementaren, mit Licht, Rauch und schmelzendem Eis.“ (Thomas Brandlmeier) Noch 1936 emigriert Brahm mit seiner späteren Ehefrau Dolly Haas weiter in die USA. (C.C.)

Spieltermine: