The Queen of Spades

The Queen of Spades (1949)

Regie: Thorold Dickinson; Drehbuch: Rodney Ackland, Arthur Boys nach "Pikovaja dama" von Aleksandr Puškin; Kamera: Otto Heller; Ausstattung: William Kellner; Musik: Georges Auric; Darsteller: Anton Walbrook, Edith Evans, Yvonne Mitchell, Ronald Howard, Anthony Dawson. s/w, 95 min
 
Spielsucht, Wahnsinn, Delirium - eine sinistre Geistergeschichte nach Aleksandr Puškin, angesiedelt im St. Petersburg von 1806. Anton Walbrook, vormals Adolf Wohlbrück, in einer klassischen ­Rolle als eleganter, trickreicher Verführer, der dem Mysterium der Karten verfällt und den Augen einer Toten letztlich nicht entkommen kann. Was man in Schwarzweiß mit vielfältigen Schattierungen des Dunkel-Düsteren anzustellen vermag, dafür darf The Queen of ­Spades als Musterbeispiel gelten: Im irrlichternden Wahnwitz des Exzesses gelang es einem gewieften Kameraprofi wie Otto Heller, seine Fähigkeiten ohne Scheu vor kühnem Symbolismus auszuspielen. Die emotionale Übersteigerung des Films erschien der ­britischen Kritik zuweilen als „unbritisch“ - „this over-elaborate film, supercharged with all the tricks of cinematographic art“, meinte das Monthly Film Bulletin. Thorold Dickinson erinnerte sich später: „In this epoch of neorealism, The Queen of Spades must have come as something of a visual shock.“ (C.C.)

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