The Third Man

The Third Man (1949)

Regie: Carol Reed; Produktion: Alexander Korda u.a.; Drehbuch: Graham Greene; Kamera: Robert Krasker; Ausstattung: Vincent Korda, Joseph Bato, Ferdinand Bellan; Musik: Anton Karas; Schnitt: Oswald Hafenrichter; Darsteller: Joseph Cotten, Alida Valli, ­Orson Welles, Trevor Howard, Paul Hörbiger, Ernst Deutsch, Paul Hardtmuth, Frederick Schrecker, Leo Bieber, Fritz Weiss, Martin Miller, Eric Pohlmann, Lily Kann, Hanne Norbert. s/w, 104 min
 
Zum Auftakt:
The Magic Canvas (1948) von John Halas Joy Batchelor. Musik: ­Mátyás Seiber. Farbe, 10 min
 
The Magic Canvas ist ein antitotalitärer Cartoon von John Halas (vormals Janos Halász) und Joy Batchelor mit Musik des Bartók-Schülers Mátyás Seiber - und nicht zuletzt eine Allegorie auf die Härten des Exils. Dieselbe Zeit, nach dem Krieg, nach dem Exil (für einige), nach der Kollaboration (für andere), das ist The Third Man: britisches Kino in Wien, 1949. Eine vielsprachige Zone, die nächtlichen Ruinen und nass glänzenden Straßen in ein expressionistisches, unsicheres Schattenreich verwandelt. Ein idealistischer Pulp-Autor ist in die Alte Welt gefahren, um für seinen alten Freund Harry Lime zu arbeiten - und kommt gerade rechtzeitig zu dessen Begräbnis. Seine zunehmend paranoiden Nachforschungen führen in einen ­mensch­lichen Sumpf; ganz wörtlich: in die Kanalisation. (C.H.)

Spieltermine: