Mr Emmanuel

Mr Emmanuel (1944)

Regie: Harold French; Drehbuch: Louis Golding, Gordon Wellesley nach dem Roman von Golding; Kamera: Otto Heller; Musik: Mischa Spoliansky; Darsteller: Felix Aylmer, Greta Gynt, Walter Rilla, Frederick Richter, Frederick Schiller, Charles Goldner, Arnold Marlé, Guy Deghy, Oscar Ebelsbacher, Erich Freund, Milo Sperber, Josef Almas, Ernst Ulman, Louis de Wohl. s/w, 97 min
 
Mr Emmanuel ist einer der wenigen Spielfilme der Kriegsjahre, der den antisemitischen Terror der Nazis zum Thema macht. 1938: Isaac Emmanuel kann nicht mit ansehen, wie ein Flüchtlingsbub um seine in Deutschland gebliebene Mutter bangt, und begibt sich, wie es Manfred George im Aufbau formulierte, „mitten ins Land des ­Teufels“. Viele bekannte, meist vergessene Gesichter des Exilkinos kreuzen seinen Weg, und manche der Vertriebenen verkörpern nun ironischerweise die Rollen ihrer Verfolger - Walter Rilla gibt den Obernazi Brockenburg, Ludwig von Wohl tritt als Hermann Göring auf. Otto Heller aus Prag, bis in die 60er Jahre ein Fixpunkt im britischen Film (Ladykillers, Peeping Tom), besorgt die Fotografie, der in Berlin bis 1933 umjubelte Revue-komponist Mischa Spoliansky die Musik. „Ein Beweis“, so Pem, zeitgenössischer Chronist des Exilfilms, „dass man in England mit Überzeugung und Gesinnung gute Unterhaltung bewirken kann.“ (C.C.)

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