Abdul the Damned

Abdul the Damned (1935)

Regie: Karl Grune; Produktion: Max Schach; Drehbuch: Roger Burford, Warren Chetham Strode, Ashley Dukes nach einer Story von Robert Neumann; Kamera: Otto Kanturek; Kostüm: Joe Strassner; Musik: Hanns Eisler; Darsteller: Fritz Kortner, Adrienne Ames, Nils Asther, Esme Percy, Walter Rilla. s/w, 111 min
 
Die politische Situation in Deutschland konnte im britischen Kino bis 1939 nur in verklausulierter Form dargestellt werden: Im Kontext von Appeasement und wirtschaftlichen Verflechtungen war Kritik nicht oppor­tun. Abdul the Damned, nach einer Story des nach London vertriebenen Wieners Robert Neumann, ist jener Film, der in seiner allegorischen Behandlung des Nationalsozialismus am weitesten geht: Die Geschichte von der Niederschlagung des Aufstands der Jungtürken 1908 gegen Sultan Abdul Hamid erinnert an die Ermordung Röhms und seiner SA-Männer durch die SS im Jahr 1934. „One of the three or four best pictures ever produced in this country”, begeisterte sich der Daily Telegraph und vergaß nicht, auf den Exilhintergrund des Films hinzuweisen: „The thanks of every fan are due to Max Schach, Karl Grune, and Adolf Hitler, but for whom it would probably never have been made.“ (C.C.)

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