America, America

America, America (1963)

Regie, Drehbuch: Elia Kazan nach seinem Roman; Kamera: Haskell Wexler; Musik: Manos Hadjidakis; Darsteller: Stathis Giallelis, Frank Wolff, Harry Davis, Elena Karam, Estelle Hemsley. 35mm, s/w, 168 min

 
Eines langen Filmes Reise von Anatolien nach New York. 1963 kehrt Kazan zum Schwarzweiß des alten Kinos zurück, um sich in einem Atemzug als Märchenerzähler, Familienchronist und Historienschreiber zu betätigen. In America, America berichtet er die aus einem Patchwork von Geschichten gefügte Geschichte seines Onkels Stavros, als gelte es, im Einzelschicksal die Legende und in der Legende das Geschick aller Emigranten sichtbar zu machen. Bevor Stavros, schmaler Jüngling aus Anatolien, Ellis Island an Bord eines chaplinesken Auswandererschiffs erreicht, hat er seine Ideale verraten, sein Geld verloren, sich seine Heimat aus dem Herzen gerissen und wie Simplicissimus Blutbäder, Abenteuer, Wirren der Epoche und des Herzens durchirrt. Für einen Nickel verkauft Stavros als Schuhputzer in N.Y.C. sein anatolisches Lächeln. Er wird erfolgreich, korrupt, aber nicht glücklich werden. America, America: ein Autorenfilm. Er beginnt mit den selbstbewussten Worten: „My name is Elia Kazan.“ (H.T.)

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