Ikiru (Leben)

Ikiru (Leben) (1952)

Regie: Kurosawa Akira; Drehbuch: Kurosawa, Hashimoto Shinobu, Oguni Hideo; Kamera: Nakai Asakazu; Musik: Hayasaka Fumio; Darsteller: Shimura Takashi, Kaneko Nobuo, Seki Kyōko, Kobori Makoto, Urabe Kumeko. 35mm, s/w, 143 min

 
Ein Film über den Tod wie kein anderer. Das Röntgenbild eines Magentumors füllt die Leinwand. Brutal findet sich die Lebensfrist des Bürokraten Watanabe bemessen, ein halbes Jahr noch und dann nicht mehr und nie mehr. Er klammert sich an den Augenblick, ans Vergessen, Erinnern, Begehren und an den Rausch – alles zerrinnt unendlich schmerzvoll unter seiner Berührung. Da erwacht er zum ersten und auch schon zum letzten Mal aus seiner Mumienhülle und erwirkt die Errichtung eines Kinderspielplatzes. Virtuos verschränken sich in Ikiru die Erzählebenen. Aus ihrem Muster spinnt Kurosawa die Interpretation eines Lebens und aller Leben im Angesicht des Todes. Grenzenlos verloren und doch ganz bei sich, singt der sterbende Watanabe auf der Schaukel am nächtlichen Spielplatz inmitten des fallenden Schnees das Lied von der Vergänglichkeit der Blumen. Kein Augenblick der Filmgeschichte, der mit der Ruhe und Trauer dieser Einstellung zu konkurrieren vermöchte. (H.T.)

Spieltermine:

Mi 21.05.2014 20:45
(Japan. OmeU)