Il buono, il brutto, il cattivo / The Good, the Bad and the Ugly

Il buono, il brutto, il cattivo / The Good, the Bad and the Ugly (1966)

Regie: Sergio Leone; Drehbuch: Leone, Age Incrocci u.a., Kamera: Tonino Delli Colli, Musik: Ennio Morricone, Darsteller: Eli Wallach, Clint Eastwood, Lee Van Cleef, Aldo Giuffrè, Luigi Pistilli. 35mm, Farbe, 178 min

Eine gespenstisch groteske Schatzjagd, in der es um Leichen und Geld geht, und deren wild gewordenes Ende auf einem gigantischen Friedhof angesiedelt ist, umkreist von krankhaft grandiosen Schwenks des Kamerakrans. The Good, the Bad and the Ugly empfiehlt sich als barockes Bankett von Exzessen, als Burleske über Gemetzel, Folter und Tod und als Amoklauf der Gegensätze. Statt dem ruhigen Rhythmus klassischer Western: das Bombardement des Hastigen durch das Gedehnteste. Statt weiter Räume und Totalen: das Stakkato von long shots und close-ups, wobei Horizont und Bartstoppel unvermittelt aneinander geraten. Die Zooms röhren, die Kulešov-Montage knirscht, die Großaufnahmen malträtieren das Auge, und Maestro Leone wütet als Herkules der Regie und kinematografischer Michelangelo. Keine karge Speise, sondern pervers geile Opern-Spaghetti mit Speck, panna und tomatenrotem Blut, begleitet von celestisch synthetischer Morricone-Musik und Tänzen dem Grabe entgegentorkelnder Marionetten. (H.T.)

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