Nana

Nana (1926)

Regie: Jean Renoir; Drehbuch: Renoir, Pierre Lestringuez nach dem Roman von Émile Zola; Kamera: Edmund Corwin, Jean Bachelet; Darsteller: Catherine Hessling, Jacqueline Forzane, Werner Krauss, Jean Angelo, Valeska Gert. 35mm, Farbkopie, ca. 152 min Restaurierte Fassung der Fondazione Cineteca di Bologna

 
Die Geschichte eines sexuellen Ausbruchs, der für die Heldin tödlich endet. Jean Renoir fügt Émile Zolas Roman und Édouard Manets Gemälde eine dritte, filmische „Nana“ hinzu. Genau das, was heute die Frische und Modernität dieses Films begründet, führt 1926 zu endlosem Kopfschütteln: das Burleske im Tragischen, Vulgäre im Sentimentalen, Harte im Zarten, das völlig Stilisierte im scheinbar Realistischen – die Lust Renoirs, Gegensätze ständig verrückt zu vermischen. Und schließlich: das weiße, augenrollende Marionettengesicht Catherine Hesslings, einer Schauspielerin, die sich keinen Augenblick lang naturalistischer Spielart befleißigt. Es gäbe, so Jean Renoir, an diesem Film nicht ein Moment, das nicht ihn zum Schöpfer hätte. (H.T.)

Spieltermine:

Mo 26.05.2014 20:30
(Frz. ZTmdU)