They Live By Night

They Live By Night (1948)

Regie: Nicholas Ray; Drehbuch: Ray, Charles Schnee nach Thieves Like Us von Edward Anderson; Kamera: George E. Diskant; Musik: Leigh Harline, Woody Guthrie (ungennant); Darsteller: Cathy O’Donnell, Farley Granger, Howard Da Silva, Jay C. Flippen, Marie Bryant. 35mm, s/w, 95 min

 
Der Beginn von Nicholas Rays Schaffen: eine Explosion, die Ankündigung einer neuen Wildheit. Zwei Liebende küssen sich in Großaufnahme, darunter die Zeilen: „This boy ... and this girl ... were never properly introduced to the world we live in.“ Schon rast die Landschaft hinter dem Titel vorbei: They Live By Night – und die Kamera zeigt aus der Höhe den entkommenen Sträfling Farley Granger und seine sinistren Kumpane bei einer halsbrecherischen Fahrt, die mit einem Knall endet. Rays düster-poetisches Werk, eines der wichtigsten im Film noir, erzählt in verblüffender, expressionistisch-dokumentarischer Manier von Liebe auf der Flucht: Das pragmatische Mädchen und der in die Kriminalität getriebene Teenager ziehen außer Atem übers Land, bis eine falsche Bewegung das Ende herbeiführt. Ein zentraler Film über das Motiv romantischer Verzweiflung, das nicht nur die Schwarze Serie, sondern auch spätere Bewegungen des europäischen Kinos prägte. (C.H.)

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