The True Story of Jesse James (Foto: Cinémathèque suisse)

The True Story of Jesse James (1957)

Regie: Nicholas Ray; Drehbuch: Walter Newman; Kamera: Joe MacDonald; Musik: Leigh Harline; Darsteller: Robert Wagner, Jeffrey Hunter, Hope Lange, Agnes Moorehead, John Carradine. 35mm, Farbe, 92 min
 

Dave Kehr: „Nicht wahrer als die anderen Berichte vom Leben des Jesse James, aber eine bessere Geschichte als die meisten.“ Nach dem gescheiterten Bankraub der James-Gang 1876 in Northfield, Minnesota macht sich eine Verfolger-Posse auf die Jagd nach den Brüdern. Nicholas Ray, der ursprünglich Elvis Presley in der Titelrolle besetzen wollte: „Ein Film über verdrängte Jugend.“ Und tatsächlich ist dies eine ins Historische erweiterte Variante von Rebel Without a Cause – mit Robert Wagner als entfremdetem Jesse, der die amerikanische Einöde durchquert und wegen der erniedrigenden Behandlung der Südstaaten-Farmer nach dem Bürgerkrieg zum Outlaw geworden ist. Ray konfiguriert den Mythos in persönlichen Kategorien neu, mit einem verletzlichen, verwirrten, widersprüchlichen Helden und den traurigen Balladen eines blinden Wandersängers als Kontrapunkt zur Erzählung. (C.H.)

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