The Third Man

The Third Man (1949)

Regie: Carol Reed, Orson Welles (ungenannt); Drehbuch: Graham Greene; Kamera: Robert Krasker; Musik: Anton Karas; Darsteller: Joseph Cotten, Alida Valli, Orson Welles, Trevor Howard, Wilfrid Hyde-White, Ernst Deutsch, Paul Hardtmuth, Eric Pohlmann, Lily Kann, Hanne Norbert. 35mm, s/w, 104 min

 

Graham Greene: „The Third Man was never written to be read, only to be seen.“ Und Orson Welles wirkte nicht nur als Darsteller, sondern auch szenenweise als Carol Reeds Co-Auteur daran mit, dass diesem Spiel vom Sehen und Gesehen-Werden einzigartige Gestalt verliehen wurde. Zwei Amerikaner in Wien, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg: eine vielsprachige Zone, die nächtlichen Ruinen und nass glänzenden Straßen in ein expressionistisches Schattenreich verwandelt, mit zahlreichen gekippten Einstellungen, die die Verunsicherung verstärken. Ein idealistischer Western-Autor mit den lakonischen Zügen von Joseph Cotten ist in die Alte Welt gefahren, um für seinen alten Freund Harry Lime zu arbeiten – und kommt gerade rechtzeitig zu dessen Begräbnis. Seine zunächst komischen, dann zunehmend paranoiden Nachforschungen führen in einen menschlichen Sumpf – und im legendären Finale ganz wörtlich in die Kanalisation. (C.H.)

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