F for Fake / Vérités et mensonges

F for Fake / Vérités et mensonges (1973)

Ein Film von Orson Welles; Drehbuch: Welles, Oja Kodar (ungenannt); Kamera: Christian Odasso, Gary Graver; Musik: Michel Legrand; mit Orson Welles, Oja Kodar, François Reichenbach, Joseph Cotten, Richard Wilson, Laurence Harvey. 35mm, Farbe, 88 min

 
Ein Filmessay, ein Artefakt, ein Schneidetisch-Bravourstück, eine Recherche nach dem wahren und dem Waren-Wert der Kunst, versetzt mit Autobiografischem und ironischer Mystifikation. Welles, der als Zauberkünstler und – in der Tradition elisabethanischen Theaters – als Erzähler auftritt, führt Ermittlungen über den Kunstfälscher Elmyr de Hory. Sie werden zum Vexierbild. Die Reflexion über Kunstfälschung entpuppt sich als Frage nach dem Wesen der Kunst, diese wieder als Frage nach der Wahrheit. Bis zum völlig hypothetischen Ende verweist eine Episode des ersonnenen Puzzles wie in einer detective story auf eine andere. Wo liegt der Schlüssel zur Wahrheit? In De Hory? Seinem Biografen Irving? In Orson Welles? „Wahrheit ist eine Lüge“, sagt Picasso. „Eine Lüge, die hilft, Wirklichkeit zu begreifen“, ergänzt Welles diabolisch lächelnd und gehüllt in den schwarzen Mantel des Magiers. (H.T.)

Spieltermine: