Bitter Victory

Bitter Victory (1957)

Regie: Nicholas Ray; Drehbuch: Ray, Gavin Lambert, René Hardy, Paul Gallico (Dialoge) nach Hardys Roman; Kamera: Michel Kelber; Musik: Maurice Leroux; Darsteller: Richard Burton, Curd Jürgens, Ruth Roman, Raymond Pellegrin, Christopher Lee, Nigel Green. 35mm, s/w, 102 min
 

Jean-Luc Godard: „Bitter Victory ist keine Reflexion des Lebens, sondern das Leben selbst, in Film verwandelt.“ Richard Burton und Curd Jürgens als Offiziere der britischen Armee – einer scheinbar idealistisch, der andere feige. Sie führen ein Überfallskommando durch die libysche Wüste, um geheime Unterlagen aus Rommels Hauptquartier zu stehlen. Als der eine entdeckt, dass der andere eine Affäre mit seiner Frau hat, entspinnt sich ein Konflikt vor endlosen Sandweiten. Nicholas Ray: „Das war der erste kombinierte Antikriegs- und Antiheldenfilm nach dem Zweiten Weltkrieg ... Sie haben ihr Bestes getan, um ihn zu begraben.“ Von den Produzenten in Fetzen geschnitten, ist Bitter Victory trotzdem einer von Rays meistzitierten und eigenwilligsten Filmen, ein rohes, verwirrtes Werk voll tragischer Paradoxien und Passionen. Godard: „Wie die Sonne lässt einen Bitter Victory die Augen schließen. Denn die Wahrheit blendet.“ (C.H.)

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