Nekem az élet teccik nagyon ... (Ich glaube, das Leben macht
großen Spaß ...), 1975, Katalin Macskássy

Selbstlos für die anderen

Békéscsabán: Önzetlenül másokért (Selbstlos für die anderen in Békéscsaba) (1973) Frigyes Gödrös, György Pintér. 35mm, sw, 7 min
Részvénytársaság Külsővaton (Ein öffentliches Unternehmen in Külsővat) (1973) István Dárday. 35mm, sw, 17 min
Nekem az élet teccik nagyon ... (Ich glaube, das Leben macht großen Spaß ...) (1975) Katalin Macskássy. DCP (von 35mm), Farbe, 9 min
Mecénások (Gönner) (1976) László Vitézy. DCP (von 35mm), Farbe und sw, 24 min
Kentaur (Zentaur) (1975) Tamás Szentjóby. DCP ( von 16mm), sw, 39 min
 
In den 1970ern gewannen bolschewistische Kräfte in der Sozialistischen Arbeiterpartei Ungarns die Oberhand. Die einzige Chance für fortschrittlichere Vertreter/innen der sogenannten "neuen Mechanismen" und volkstümlichen Tendenzen, ihre Position zu behaupten, waren die Bereiche öffentliche Erziehung und populäre Frontstrategien. Dies hatte einen positiven Nebeneffekt für die Kultur im Allgemeinen: Das Bedürfnis, soziale Realität zu entdecken und das Konzept einer auf Gemeinschaft und partizipatorischer Demokratie basierenden Gesellschaft wurden von der Partei unterstützt. Die offizielle Anerkennung von Soziologie als Wissenschaft verstärkte den Trend. Neben Propagandafilmen, Wochenschauen und Dokumentationen wurde auch die Experimental- und Spielfilmproduktion vom Ziel der "Sozialisation" geprägt, etwa in den seltsamen, provokanten und sozial sensiblen Wochenschauen der Nachrichtenstudio-Praktikanten Frigyes Gödrös und György Pintér, den engagierten Dokumentarfilmen von István Dárday und László Vitézy und sogar im Animationsfilm bei Katalin Macskássy. In dieser kulturpolitischen Atmosphäre provozierte ein Film wie Tamás Szentjóbys Kentaur mit reaktionär-konzeptioneller Montage die Zensur. Er konnte erst über zehn Jahre später gezeigt werden – ausschließlich in Filmclubs. (S.K.)
 
Einführung von Sebestyén Kodolányi

Spieltermine:

Fr 29.03.2019 21:00
(Ungar. OmeU)