Négy bagatell (Vier Bagatellen), 1975, Gábor Bódy

Methoden

Miheztartás végett (Nur damit du es weißt) (1971) István Dárday. 35mm, sw, 16 min
Módszerek (Methoden) (1968) Judit Vas. DCP (von 35mm), Farbe und sw, 20 min    
Study I. (Studie I.) (1974) János Tóth. 35mm, Farbe, 8 min
Négy bagatell (Vier Bagatellen) (1975) Gábor Bódy. 35mm, sw, 28 min
Öndivatbemutató (Private Modeschau) (1976) Tibor Hajas. DCP (von 35mm), sw, 14 min
 
Seit den 1960ern beeinflussten strukturalistische, semiotische, psychologische und soziologische Ansätze die Methoden und Methodologien der Diskurse zwischen Wissenschaft und Kunst. Alle suchten nach dem besten Weg, um die "Superwaffe" des fortschrittlichen Flügels, die Parteiverordnung zur öffentlichen Bildung, auszubeuten. Im BBS formierte Gábor Bódy die Abteilung "Komplexe Recherche der Öffentlichen Bildung", während István Dárday die "Forschungsgruppe für Filmproduktion, Vertrieb und öffentliche Bildung" gründete. Von außen schienen sie wie Opponenten, trotz der vielen gemeinsamen Punkte in ihren jeweiligen Programmen. Die zentrale Frage war, wie man die Realität mit Hilfe des Films am besten interpretieren kann: Linguistisch-semiotisch (Bódy) oder dokumentaristisch mit "sozialer Verteilung" (Dárday)? Die Atmosphäre leidenschaftlicher Diskussion gab János Tóth die Möglichkeit, seinen poetischen Experimentalismus zu einer Methode zu entwickeln und der aktionistische Künstler Tibor Hajas konnte seinen konzeptionellen "Spiegel der Realität" verwirklichen. Jeder Film dieses Programms ist auch ein Produkt des damaligen Diskurses. Sein Kernstück ist Methoden von Judit Vas, eine bemerkenswert präzise kinematographische Darstellung von Kurt Lewins gruppendynamischen Untersuchungen bei Kindern. (S.K.)
 
Einführung von Sebestyén Kodolányi

Spieltermine:

Sa 30.03.2019 21:00
(Ungar. OmeU)