Programmarchiv

Mai 2005

Filmmuseum ist. Schöne Arbeit

Plakat Claire Denis
„Beau Travail“, das ist nicht nur ein aufregender, die Lust und die Grenzen des Erzählens auslotender Film von Claire Denis. „Schöne Arbeit“ beschreibt auch die Ener­gien, denen sich das Österreichische Filmmuseum verpflichtet fühlt: Arbeit an der Schönheit (und am Wissen über die Schönheit) kann allergrößte Mühe machen, aber wenn sie als Arbeit sichtbar wird, als lebendiger Prozess der Reibung, der Konstruktion, der Vermittlung, wird sie selbst schön.
 
Schön ist z.B. das Buch Trouble Every Day, das Isabella Reicher, Michael Omasta, Gabi Schuster und Thomas Kussin erarbeitet haben: Band 1 der neuen Reihe Filmmuseum­SynemaPublikationen und zugleich das erste deutschsprachige Buch über Claire Denis. Schön ist auch die Arbeit, die Claire Denis mit ihrer „Carte blanche“ zum Ausdruck bringt – ein Vorschlag, bestehend aus zwölf Filmen anderer Filmemacher, die im Spiel mit Denis’ eigenen Werken ein äußerst kontrastreiches Bild des „Planeten Claire“ zeichnen. Schön ist schließlich die Filmarbeit – z.B. wenn sie dem Zorn eine Stimme gibt und mit ihren ureigenen Mitteln jene straft, die die Arbeit anderer mit Füßen treten: Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen? von Gerhard Friedl ist solch ein Film.
 
Ich wünsche Ihnen viele schöne Tage der Arbeit im Mai im Österreichischen Filmmuseum,
 
Ihr Alexander Horwath
 
 
Dank Für ihre Hilfe bei der Realisierung des Mai-Programms danken wir: ­Annemarie Abel (Rainer Werner Fassbinder Foundation); Maria Aigelsreiter (Filmladen); Allison Azzoulai ­(Studio Canal Image); Günter Backes (Warner Bros.); Humbert Balsan; Annelie Becker (Auswärtiges Amt Deutschland); Wolfgang Bihlmeir und Bernd Brehmer (Werkstattkino); Martine Boutrolle und Anne Coutinot (MAE); Jean Pierre Caillet (Les Poissons Volants); Choi Soojung; Claire Denis; Muriel Dreyfus (Forum des ­Images); Stefan Drößler, Klaus Volkmer und Steffi Hausmann (Filmmuseum München); David Filipi (Wexner Center for the Arts); Gerhard Friedl; Eva Gabronova (Zeughaus-Kino); Carine Gauguin (Ideale Audience); Sigrid Geerdts ­(Progress Filmverleih); Amos Gitai; Keith Griffiths (Illuminations Films); Helodie Henneton (Pathé Distribution); Hong Sang-soo; Lucie Kalmar (Wild Bunch); Susan Kennedy und Meir Russo (Israel Film Archive  Jerusalem Cinémathèque); Kim Kotae und Ruth Scheidhauer (Botschaft der Republik Korea Berlin); Hans König und Iris Mitrea (Polyfilm); Evelyne Koplenig (Alamode Film); Fanny Lesage (La Fémis); Fabrice Marquat (Agence du Court Métrage); Anne Morra (Museum of Modern Art); René Moser (Xenix); Murata Yuko (Japan Foundation); Michael Omasta; Délphine Pertus (Arte France); Thomas Pfeiffer (Kinemathek Hamburg); Melanie Piguel (Int. Kurzfilmtage Oberhausen); Pierre Rissient; Paul Reichl und Andreas Mittrenga (KirchMedia); Grazia ­Quaroni (Fondation Cartier pour l’art contemporain); Paul Richer (Pyramide International); Stephanie ­Schonger (Filmwelt); Jack Stevenson; Bernard Uhlmann und Regina Bölsterli (Cinémathèque suisse); Melvin Van Peebles; Anne Vassevière (Bureau du Cinéma Berlin); Geri Weber (sixpackfilm); Gudrun Weiss (F.W.-Murnau-Stiftung); Allyson Weytens (Institut français de ­Vienne); Karl Winter (Freunde der Deutschen ­Kinemathek); Yu Chul-Jun (Botschaft der Republik Korea Wien); Angela Ziegenbein (Japanisches Kultur­institut Köln); Lise Zipci (Les Films du Losange)


Filmtexte, sofern nicht anders angegeben
Christoph Huber