Der verzauberte Tag

Eine Stunde (1941)

Regie, Drehbuch: Peter Pewas; Kamera: Günther L. Arko; Darsteller: Fanny Schreck, Franz Nicklisch, Ruth Lutzmann, Katja Pahl, Claude Farell. s/w, 23 min

Der verzauberte Tag (1944)

Regie: Peter Pewas; Drehbuch: Renate Uhl, Pewas nach Die Augen von Franz Nabl; Kamera: Georg Krause; Musik: Wolfgang Zeller; Darsteller: Winnie Markus, Hans Stüwe, Ernst Waldow, Eva Maria Meineke, Hans Brausewetter. s/w, 82 min
 
Peter Pewas hatte eine exemplarisch zerrissene Karriere zwischen Nazideutschland, sowjetisch besetzter Zone und BRD, Industriefilm und persönlichen Stoffen, inszenatorischem Wagemut und inhaltlichen Anpassungen. Seine zwei herausragenden Werke entstanden mitten im Zweiten Weltkrieg und waren beide den Mächtigen höchst unlieb: Eine Stunde und Der verzauberte Tag. Ersterer zeigt Bilder aus dem Nebeneinander eines Hinterhofs in Berlin, die spürbar machen, wie eng, verschattet, freudlos die Leben darin sind - nie agitatorisch, stets nur genau im Blick. Letzterer ist eines der ­außergewöhnlichsten Werke des deutschen Kinos der 1940er Jahre: Mal fühlt man sich an den frühen Tonfilm, an dessen Montage­experimente und Brüchigkeit erinnert, dann plötzlich meint man, ein Werk des poetischen Realismus zu sehen. All dies passt gut zur melancholisch-verträumten Art des Films, mit der er von Liebe und deren Ausbleiben zu schwärmen weiß. (R.H.)

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