Digital Formalism: Die "Poetika Vertoviana" zwischen Archiv und Digitalität

Plakat "Kinoglaz", Aleksandr Rodcenko

10. und 11. Jänner 2008

 

Tagung und Filmvorführung

   

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt Digital Formalism: The Vienna Vertov Collection, ein gemeinsames Projekt des TFM Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien, des Österreichischen Filmmuseums und des Instituts für Softwaretechnik und Interaktive Systeme der Technischen Universität Wien, entwickelt auf der Basis film- und medienwissenschaftlicher Grundlagenforschung digitale Werkzeuge für eine computergestützte Filmanalyse. Dziga Vertov steht als "Vorläufer des Digitalen" im Zentrum des Projekts.
 
Im Rahmen der Tagung werden internationale Wissenschaftler/innen die Spezifika der 'Poetika Vertoviana', Vertovs Filmsprache, unter die Lupe nehmen und die Möglichkeiten eines Instrumentariums für die formale (und digitale) Filmanalyse ausloten. Der analytische Spielraum wird dabei auf vielfältige Weise erschlossen: Fragen der "Logik des Materials" in den filmischen Arbeiten stehen ebenso zur Diskussion wie Vertovs numerische und graphische Notationen von visuellem Material oder die Annäherung an das "Intervall"-Konzept aus dem Geiste des Archivs sowie der digitalen Bildanalyse. Dazwischen, auf der Leinwand, der historische und zugleich visionäre Kulminationspunkt: Kinoglaz, Vertovs erster Langfilm.
 
Die Tagung findet im Rahmen des vom Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) geförderten Projekts "Digital Formalism" (2007-2010) statt.

Zusätzliche Materialien