Zum Beispiel Bresson (1966)

Regie und Konzept: Theodor Kotulla; Kamera: Thomas Mauch. 13 min, Dt. OF

Bresson ni vu ni connu (1965/94)

Regie und Konzept: François Weyergans mit Unterstützung von Raymond Depardon (Bild). 63 min, OmeU
 
Robert Bressons strengen Filmen waren naturgemäß keine großen Publikumserfolge beschieden (tatsächlich ruinierte er einige seiner Produzenten); unter Kritikern und Kollegen galt er aber als einer der größten Künstler (nicht nur des Films) des 20. Jahrhunderts. In Zum Beispiel Bresson beobachtet der zum Umfeld der Zeitschrift „Filmkritik“ gehörende Theodor Kotulla den Regisseur beim Dreh zu Mouchette. Im passend betitelten Bresson ni vu ni connu, von François Weyergans für die aus dem Cahiers du Cinéma-Umfeld geborene, fulminante Reihe Cinéma de notre temps realisiert, nimmt der Regisseur - zwischen Ausschnitten aus Pickpocket und Procès de Jeanne d’Arc - erstmals vor einer Kamera zu seinen Methoden Stellung, mit Äußerungen, die den Zen-Haikus seines die eigene Ästhetik erläuternden Buchs „Noten zum Kinematographen“ nicht unähnlich sind. (C.H.)