Io la conoscevo bene

Io la conoscevo bene (Ich habe sie gut gekannt) (1965)

Regie: Antonio Pietrangeli; Drehbuch: Ruggero Maccari, Pietrangeli, Ettore Scola; Kamera: Armando Nannuzzi; Musik: B. Ghiglia, P. Piccioni; Darsteller: Stefania Sandrelli, Nino Manfredi, Ugo Tognazzi, Jean-Claude Brialy, Mario Adorf. s/w, 114 min
 

Adriana kommt aus der Provinz in die Stadt, den Kopf voller Träume von einer großen Welt, in der sie ebenfalls leben will. Sie weiß, dass das geht, wenn man jung und schön ist wie sie, ein Star eigent­lich, der nur noch seiner Entdeckung und Benennung harrt. Die Männer, an denen sie scheitert, wollen meist wenig mehr von ihr als eben diese Schönheit und können selten etwas geben. Rauno Lehtinens Frühsechziger-Hit „Letkajenka“ hängt noch im Raum, als Adriana schon fort ist. Der Boom als Illusion. Zurück bleibt ein Haufen Scherben, die zusammen kein Bild der Hauptfigur ergeben, nur eines von ihrer Zeit und deren Ökonomie der Gefühle. Somit ein Meisterwerk über Bilder, Projektionen, Klischees, Vor- und Widerspiegelungen, Pietrangeli-gemäß über Frauen und die Gewalt, mit der die Männergesellschaft sie handhabbar machen will. Ein Monument, nicht weniger. (O.M.)

  
Einführung von Olaf Möller am 19.1.

Spieltermine:

Mo 19.01.2009 18:30
(Ital. OmdU)
Fr 06.02.2009 18:30
(Ital. OmdU)