Zivet takoj paren' (Es lebt da so ein Bursche)

Živet takoj paren' (Es lebt da so ein Bursche) (1964)

Regie, Drehbuch: Vasilij Šukšin; Kamera: Valerij Ginzburg; Musik: Pavel Čekalov; Darsteller: Leonid Kuravlev, Bella Achmadulina, Lidija Aleksandrova, Rodion Nachapetov, Larisa Burkova. s/w, 101 min
 
Der Aufriss könnte gar nicht markanter sein, das ganze Œuvre steckt drin: eine Karte der Čujsker Landstraße, und dahinter taucht die selbige auf, staubig und einfach (wie ihr Held), getragen von der lyrischen Leichtigkeit sowjetischer Sixties-Filmmusik. Zwischen ­naiver Sanft- und Frechheit dreht Paša seine Runden, bestaunt die Haute-Couture-Kittel, die Bestarbeiterin Natascha auf dem Provinztheaterlaufsteg präsentiert, beeindruckt die bereits vergebene Bibliothekarin durch seine Bestellwünsche (Das Kapital!) und rettet am Ende ein Dorf vor dem Feuer - ein Fall für die Lokalpresse. Die Reporterin wird dargestellt von Bella Achmadulina, Kult-Poetin und Kurzzeitmuse des Regisseurs. Šukšin zur "Kultur"-Frage und zum Vorwurf des Primitivismus: "Paška glänzt nicht mit Geist. Aber schließlich haben wir nicht einen Film über einen jungen Doktor der Kunstwissenschaften gedreht, sondern über einen Fernkraftfahrer im Altai. Es geht nicht darum, ob Doktor oder Chauffeur, es geht um den Menschen." (B.W.)

Spieltermine:

So 24.05.2009 21:00
(Russ. OmdU)
Fr 29.05.2009 19:00
(Russ. OmdU)