The Long Gray Line

The Long Gray Line (1955)

Regie: John Ford; Drehbuch: Edward Hope; Kamera: Charles Lawton, Jr.; Darsteller: Tyrone Power, Maureen O’Hara, Donald Crisp, Ward Bond, Harry Carey, Jr. Farbe, 138 min, Engl. OF Restauriert von Sony Pictures
 
Vielleicht das größte, jedenfalls das zärtlichste und emotional reichste unter Fords geheimen Meisterwerken, ein CinemaScope-biopic über den Militärakademie-Ausbildner Marty Maher, ein irischer Immigrant, der als Speisesaal-Hilfe anfängt, der Armee beitritt und zum vielgeliebten Lehrer wird. Aber all die großen Traditionen und sentimentalen Gefühle, alle Lieder, Witze und rituellen Akte, selbst wenn sie mit John Fords glühender Faszination fürs Militär-Theater gefilmt sind, können die Lebensverschwendung nur notdürftig maskieren. Wie sonst nur noch Sergio Leones Once Upon a Time in America erzählt The Long Gray Line vor allem von der Zeit selbst und dem Preis, den sie verlangt, entwirft ein Rückblendengeflecht, in dem die Vergangenheit vor Vitalität strotzt, während der Verfall in der Gegenwart unaufhaltsam ist. Der Schluss: ein Pyrrhussieg. Marty ist domestiziert und ganz allein mit seinen Erinnerungen. John Fords traurigster, tragischster Film. (C.H.)

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