La mancha de sangre (Das Blutmal)

La mancha de sangre (Das Blutmal) (1937/43)

Regie: Adolfo Best Maugard; Drehbuch: Miguel Ruiz; Kamera: Ross Fisher, Agustín Jiménez; Musik: José Gamboa Ceballos; Darsteller: Estela Inda, José Casal, Heriberto G. Batemberg, Manuel Dondé, Chico Mabarak. s/w, 65 min
 
Das Skandalwerk des mexikanischen Kinos dieser Epoche. Die Geschichte führt in ein Bordell, wo ein armer Freier eine Nutte liebt, die er sich leider nicht leisten kann - was bei gewissen Leuten für Unmut sorgt ... So weit, so zeittypisch. Formidabel untypisch wird es in der Form: Adolfo Best Maugard - damals Abteilungsleiter im Bildungsministerium, als solcher Sergej Eisensteins mexikanischer Mentor - drehte den Film in einem echten Puff unter weitreichender Vermeidung von Schauspielern. Realismus war die Devise, und so wird denn auch entspannt-pittoresk in einen der omnipräsenten Spucknäpfe gerotzt, während sich eine beachtlich gebaute Dame aufs Laszivste ihrer Kleidung entledigt. Das war denn doch zu ­heftig: Nach einem Kürzeststart verschwand La mancha de sangre für Dekaden und wurde erst in den späten 90er Jahren in einer - realismusförderlich unvollständigen - Kopie wiedergefunden. Das Kino: ein Abenteuer. (R.H.) 
 
Restaurierte Fassung der Filmoteca de la UNAM

Spieltermine:

Fr 12.02.2010 19:30
(Span. OmdU)