More British Sounds (Courtesy David Kordansky Gallery)

v.o. (2006)

Ein Film von William E. Jones. Farbe, 59 min
 
Zum Auftakt:
Discrepancy (Americans Will Die If They Don’t Give Up the Bombings) (2009) von William E. Jones. s/w, 10 min
More British Sounds (2006) von William E. Jones. Farbe, 8 min
 
More British Sounds ist ein wahrlich geniales Stück Godard-Überarbeitung: eine Engführung von Bildern aus James Ryders unbedingt entdeckungswürdigem The British Are Coming (1986) und Sprachfetzen aus British Sounds (1970), den Godard und Jean-Pierre Gorin als „Groupe Dziga Vertov“ signiert hatten. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse machen schaudern, so munter und erheiternd manche Bilder auch sein mögen. Nach demselben Prinzip - Schmuddelkultur trifft auf Kanonisiertes - schuf Jones v.o., sein Opus magnum: eines der wenigen veritablen Meisterwerke der kontemporären US-Avantgarde. Die Szenen und Klänge werden nie zwanghaft zu irgendeinem benenn- und damit bannbaren Sinn ineinander gezwungen. Sie dürfen flirten, cruisen, einander beschnüffeln und betasten, sich im Zuschauer finden. Studiert man den Film genauer, offenbart sich sukzessive ein Diskurs über die Liebe und das Begehren - und warum wir alle im Eros Terroristen sind. (R.H.)
 
In Anwesenheit von William E. Jones

Spieltermine: