William E. Jones in Is It Really So Strange? 2004, William E. Jones (Courtesy David Kordansky Gallery)

Is It Really So Strange? (2004)

Ein Film von William E. Jones. Farbe, 80 min
 
Is It Really So Strange? ist sweet - der heiterste Film von William E. Jones und auf den ersten Blick sein formal einfachster. Mit der Kamera auf Augenhöhe begibt sich Jones auf eine radikal persönliche Recherche nach dem Morrissey-Kult unter jungen südkalifornischen Latinos. Dazu bedarf es auch eines entsprechend neuen Haarschnitts, wie sich nach ersten fruchtlosen Annäherungs- und Integrations-bemühungen zeigt. Mit jeder Begegnung, jedem Gespräch wird klarer, worum es Jones im Weiteren geht: die Freiheit, sich selbst erschaffen zu können, und wie (Pop-)Kultur einem dabei den Weg weisen kann; die Lust, den Spaß an der Einverleibung von Kultur, und wie man sie dadurch neu schafft, zumindest ein kleines Stück davon; das Erlernen der Veränderbarkeit der Dinge; und schließlich, wie Identitäten konstruiert werden, individuelle wie ­kulturelle. Eine virtuos fein geschliffene, in jedem Licht anders funkelnde Preziose. (R.H.)
 
Publikumsgespräch mit William E. Jones

Spieltermine: