Un giorno nella vita (Ein Tag im Leben) Foto: Archivio Fotografico - Cineteca del Comune di Bologna

Un giorno nella vita (Ein Tag im Leben) (1946)

Regie: Alessandro Blasetti; Drehbuch: Blasetti, Mario Chiari, Cesare Zavattini u. a.; Kamera: Mario Craveri; Musik: Enzo Masetti; Darsteller: Enzo Biliotti, Elisa Cegani, Ada Colangeli, Ada Dondini, Massimo Girotti. s/w, 116 min
 
Italien, 1943, nach dem 8. September: Eine Schar Partisanen sucht Zuflucht in einem Kloster, dessen Nonnen in Klausur leben und ­diesen Einbruch der Außenwelt entsprechend irritierend finden. Der Druck des Krieges aber, das Wissen um die marodierenden deutschen Rotten wie auch die ständige Bedrohung durch Fliegerangriffe bringen die Gruppen einander näher. Un giorno nella vita gehört zu den außerordentlichsten Werken des italienischen Kinos der unmittelbaren Nachkriegszeit: Als eines der ganz wenigen spricht es nicht von der Zeit, sondern der Ewigkeit - es geht hier um Kontinuitäten, Rückschlüsse, um die Besinnung auf alte Werte, nicht um (Auf-)Brüche, Veränderungen. Der Krieg kann das Kloster verwüsten, doch nicht das, wofür es steht. Wirklich komplex wird’s aber erst, wenn man sieht, wie Blasetti in vielen Details Parallelen zieht zwischen Un giorno nella vita und Vecchia guardia: Beide Filme enden mit weisen Wahnsinnigen, die auch noch ähnlich ­lautende Sätze von sich geben. (O.M.)
 
Restaurierte Fassung der Cineteca Nazionale

Spieltermine:

Sa 14.05.2011 19:00
(Ital. OmeU)