Todo modo

Todo modo (1976)

Regie, Drehbuch: Elio Petri nach dem Roman von Leonardo Sciascia; Kamera: Luigi Kuveiller; Musik: Ennio Morricone; Darsteller: Gian Maria Volontè, Marcello Mastroianni, Mariangela Melato, Michel Piccoli, Renato Salvatori. Farbe, 130 min
 
Italia eterna: Jedes Jahr versammeln sich in einem unwirklichen Örtchen namens Zafer die Spitzen der christdemokratischen Kabale - Politiker, Banker, Industriekapitäne -, um drei Tage lang gemeinsam innere Einkehr zu halten. Diesmal aber geht’s nicht allein um eine seelische Reinigung: Dem Präsidenten steht der Sinn auch nach Säuberungen in den eigenen Reihen, mit dem eisernen Besen soll gekehrt werden. Derweil frisst sich eine Seuche durchs Land. Todo modo ist Elio Petris letztes Meisterwerk - wobei man sich fragt, was dieser Generalabrechnung mit der italienischen Nachkriegspolitik noch hätte folgen sollen; Hoffnung war ihm ja eher fremd. Der Film funktioniert dabei auf zwei Ebenen: zum ­einen als direkter Kommentar auf die zeitgenössischen politischen Verhältnisse, zum anderen als Exposé gewisser Strukturen, die mächtiger sind als individuelle Parteien, vielleicht sogar politische und/oder ökonomische Systeme. Sartre für Hartgesottene. (O.M.)
 
Einführung von Olaf Möller am 3.6.

Spieltermine:

Mo 16.05.2011 18:45
(Ital. OmeU)
Fr 03.06.2011 21:00
(Ital. OmeU)