Siamo uomini o caporali? (Sind wir Menschen oder Feldwebel?) Foto: Archivio Fotografico - Cineteca del Comune di Bologna

Siamo uomini o caporali? (Sind wir Menschen oder Feldwebel?) (1955)

Regie: Camillo Mastrocinque; Drehbuch: Antonio de Curtis, Vittorio Metz, Mastrocinque u.a.; Kamera: Aldo Tonti, Riccardo Pallottini; Musik: Alessandro Cicognini; Darsteller: Totò, Paolo Stoppa, Fiorella Mari, Nerio Bernardi. s/w, 94 min
 
Totò Esposito, Kleinstdarsteller in einem Theater, hält die Niedertracht des Direktors einfach nicht mehr aus - weshalb er versucht, ihn zu ermorden. Klappt nicht. Totò wird in eine psychiatrische ­Anstalt eingewiesen. Seinem behandelnden Arzt erzählt er nun die so furchtbare wie absurd-grotesk-irrsinnige Geschichte seines ­Lebens. Ein, gelinde gesagt, erstaunliches Werk, das zu den ganz wenigen gehört, die Totò persönlich entwickelte: eine Komödie über die Kriegs- und Nachkriegszeit, darin über soziale Typen und Gewaltverhältnisse - und deren historische Beständigkeit. Paolo Stoppa spielt denn auch alle Widersacher Totòs in diesem Zyklus von Erniedrigungen: vom Theaterdirektor über den Faschisten, den Nazi, den US-Offizier bis hin zum Skandaljournalisten. Lesen lässt sich diese immense Groteske der moralischen Beunruhigung auf vielfältig-widersprüchliche Weise. Für die einen ist es ein Werk der allumfassenden Verdammnis, für andere eins des Die-doch-auch!-Relativismus. (O.M.)
 
Print courtesy Cineteca del Comune di Bologna
 
Einführung von Olaf Möller am 25.5.

Spieltermine:

Mi 25.05.2011 19:00
(Ital. OmeU)
Mo 13.06.2011 19:00
(Ital. OmeU)