9 dnej odnogo goda (9 Tage eines Jahres)

9 dnej odnogo goda (9 Tage eines Jahres) (1962)

Regie: Michail Romm; Drehbuch: Romm, Daniil Chrabrovickij; Kamera: German Lavrov; Musik: Džon Ter-Tatevosjan; Darsteller: Aleksej Batalov, Innokentij Smoktunovskij, Tat'jana Lavrova, Nikolaj Plotnikov. s/w, 111 min
 
Dmitrij Gusev und Il'ja Kulikov arbeiten beide in einem staatlichen Forschungszentrum für Atomwissenschaft. Bei einem Experiment wurde Gusev schon einmal verstrahlt, das nächste Mal könnte für ihn tödlich sein. Doch das bekümmert ihn weniger als die anstehende Heirat seiner einstigen Flamme mit Il'ja. Die frühen 1960er waren in der UdSSR eine Zeit haltloser Technikbegeisterung, auch in der Kunst: Gedichte über Wissenschaftler wurden geschrieben, Ölbilder von Versuchsanordnungen gemalt, technologische Utopien symphonisch gestaltet. Man spürt viel von diesem Zeitgeist in 9 Tage eines Jahres, kriegt aber auch zu sehen, was diese schöne neue Welt mit den Menschen macht: Gusev, ein zuweilen zynischer, dann wieder melancholischer Existentialist, hat außer seinem ­Beruf wenig gemein mit jenen Erbauern des Morgens, denen der kulturelle Konsens huldigte. Das Publikum schloss den sarkastischen Sinn­sucher ins Herz: Gusev wurde zu einer Ikone des Tauwetters. (O.M.)
 
Einführung Olaf Möller am 12. März

Spieltermine:

Mo 12.03.2012 21:00
(Russ. OmdU)
Sa 24.03.2012 21:00
(Russ. OmdU)