Satyricon

Satyricon (1969)

Regie: Federico Fellini; Drehbuch: B. Zapponi, Fellini nach Satyricon von Arbiter; Kamera: Giuseppe Rotunno; Musik: Nino Rota, Tod Dockstader u. a.; Darsteller: Martin Potter, Hiram Keller, Max Born, Capucine, Lucia Bosé. Farbe, 129 min
 
Reise auf einen barbarischen Planeten, dessen Bewohner heillos der Ausschweifung und Hoffnungslosigkeit verfallen sind. „Science Fiction“, hat Fellini diesen „Tiefseefilm“ genannt, der eine Dokumentation seines „Traums vom heidnischen Rom“ sei. Tatsächlich stellt Satyricon einen der überzeugendsten Versuche dar, den Blick in die Antike als den in eine monströse Ferne zu formulieren, als Mixtur aus Pop und Byzanz. Hier findet sich das alte Erzählkino zum Scherbenhaufen klaustrophobischer Fragmente und fremdartiger Sackgassen zerschlagen. Satyricon ist ekstatische Mythenrevue, eine Odyssee durch orgiastische Rituale, Alptraumarchitekturen, Unterwelten. Und nicht zuletzt: Ausdruck von Fellinis großer Bewunderung für Jack Smith. Jonas Mekas betonte immer wieder, dass er Fellini und Antonioni Flaming Creatures and Normal Love gezeigt hatte, als sie New York besuchten. Und auch Parker Tyler ­erzählt, dass Fellini Flaming Creatures „gesehen und bewundert hat, bevor er sich dem Satyricon widmete“. (H.T. / J.H.)
 
Mit Dank an Cinecittà Luce

Spieltermine:

So 25.11.2012 20:30
(Ital. OmeU)