A Letter from Greenpoint

A Letter from Greenpoint (2004)

Ein Film von Jonas Mekas. Video, Farbe, 78 min
 
Zum Auftakt:
The Song of Italy (1967) von Jonas Mekas. 16mm, Farbe, 10 min
 
Ein Exil-Film anderer Art, über das Anderswo und das Gefühl der Verlassenheit, ein Film über das Wurzeln schlagen in einem neuen Heim. Nach dreißig Jahren verlässt Mekas Soho und zieht nach Brooklyn. Angekommen, nach 15 Jahren, ist Mekas auch, was die Video­kamera betrifft: „Meine erste wirkliche Video-Arbeit.“ Sein ­originäres Desinteresse an visueller Klarheit wird nirgends so deutlich wie in A Letter from Greenpoint. Die Leichtigkeit der ständig taumelnden Videokamera – „die Augenkamera, von der die Kinoki so lange geträumt hatten“ (Dominique Dubosc) – ermöglicht ihm nun, alles und jeden in ungeahnter Schnelligkeit und Freiheit festzuhalten: Szenen aus dem Leben, durchbrochen von feierlichen ­Improvisationen (Sebastian Mekas rezitiert Dante) und luziden ­Monologen in der Privatheit seines Heimes, direkt die Kamera adressierend. Eine explosive Regung von Leben, die selbst den Tod umarmt. Wie es im Song of Italy heißt: „I know that to get out of the deep black night, the Dantean forest, I have no choice but to keep filming.“ (C.G.)

Spieltermine: