Southern Comfort (Foto: Cinémathèque suisse)

Southern Comfort (1981)

Regie: Walter Hill; Drehbuch: Michael Kane, David Giler, Hill; Kamera: Andrew Laszlo; Musik: Ry Cooder; Darsteller: Keith Carradine, Powers Boothe, Fred Ward, T. K. Carter, Peter Coyote, Brion James, Dewey Balfa. 35mm, Farbe, 106 min
 
„Walter Hill gives machismo, and he takes it away.” (Fernando F. Croce) – Der beängstigendste, effektivste, vielleicht auch klügste aller Filme über das Debakel der amerikanischen Armee in Vietnam spielt keine Minute lang auf südostasiatischem Boden. Stattdessen schickt Hill in Southern Comfort eine Gruppe Nationalgardisten in die Sümpfe Louisianas. Zu Ausbildungszwecken eigentlich nur, doch als die Männer, eher aus gedankenloser Ignoranz, denn aus offener Böswilligkeit, die lokale Cajun-Bevölkerung gegen sich aufbringen, bricht die Hölle los. Was folgt, ist ein kompromisslos düsterer, bedrohlich gurgelnder Action-Film in Graugrün, mit dem besten aller Ry-Cooder-Scores, ein Film, dessen zynisch-brutalisierte Oberfläche langsam umgeformt wird in die schon dokumentarisch anmutende Erforschung eines anderen, verborgenen Amerika. Das freilich nicht dazu geeignet ist, irgendjemanden zu erlösen von der history of violence, die der Film zu allererst fortschreibt. (L.F.)

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