Knightriders

Knightriders (1981)

Regie, Drehbuch: George A. Romero; Kamera: Michael Gornick; Musik: Donald Rubinstein; Darsteller: Ed Harris, Gary Lahti, Tom Savini, Amy Ingersoll, Patricia Tallman, Stephen King. 35mm, Farbe, 145 min
 
Knightriders begibt sich in die Welt eines fahrenden Mittelalter-Jahrmarkts, dessen Angehörige sich nicht nur Ritterturniere auf Motorrädern liefern, sondern mit ihren Rollen derart überidentifiziert sind, dass sie sich auch nach der Show noch mit ihren Künstlernamen rufen. Romero scheut jede ironische Distanz, selbst dann noch, wenn der König der Truppe (Ed Harris) von mystischen Visionen heimgesucht wird: Welche andere Gestalt sollen gesellschaftliche Utopien in den 80ern auch annehmen? Was zunächst als ganz ­spezifisches Milieu in Erscheinung tritt, wird bald als Parabel auf Niedergang und Ausverkauf alternativer Lebensentwürfe kenntlich. Nicht nur aus Liebe zur gut geölten Mechanik des klassischen ­Bewegungskinos bringt Romero den Action-Szenen dieselbe Aufmerksamkeit entgegen wie der zeitpolitisch bezugreichen Erzählung. In den Ritterspielen vermittelt sich die Idee eines alternativen Spektakels: materialistisch geerdet, in seinem Illusionscharakter durchschaut und doch ganz unapologetisch dem Nervenkitzel wage­mutiger Stunt-Einlagen hingegeben. (N.P.)
 
Einführung von Lukas Foerster am 13.5.

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