Breathless

Breathless (1983)

Regie: Jim McBride; Drehbuch: McBride, L.M. Kit Carson nach À bout de souffle von Truffaut & Godard; Kamera: Richard H. Kline; Musik: Jack Nitzsche, Jerry Lee Lewis, Link Wray, Mink DeVille, Dexys Midnight Runners u.a.; Darsteller: Richard Gere, Valérie Kaprisky, Art Metrano, William Tepper. 35mm, Farbe, 100 min
 
Jim McBrides fantastische Neudeutung von Außer Atem im Geiste von sex & grand theft auto & rock’n’roll. Einer der unterschätztesten Hollywoodfilme der 1980er Jahre, was rückblickend nicht frei von Ironie ist: Es wurde McBride als Sakrileg angekreidet, dass er den Godard-Klassiker gleichsam an seine kulturellen Ursprünge im grellhellen Los-Angeles-Noir zurückführte. Richard Gere spielt den Autodieb, der einen Polizisten getötet hat und auf der Flucht vor dem Gesetz bei einer französischen Architekturstudentin in L.A. landet, mit der er nach Mexiko fliehen will. Ein energiegeladener Thriller, schamlos, nachdrücklich und enorm vergnüglich over the top (samt delirierender Farbpalette), gespeist von Americana-Mythen: Silver-Surfer-Comics, Jerry-Lee-Lewis-Songs, southern drawl und B-Picture-Coolness. Bis in den Showdown: alles nur eine Frage des Timings und rücksichtsloser, tänzerischer Eleganz. (C.H.)

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