Mike's Murder

Mike's Murder (1984)

Regie, Drehbuch: James Bridges; Kamera: Reynaldo Villalobos; Musik: John Barry, Joe Jackson, Devo, Kool & The Gang, The Stray Cats, The B-52's u.a.; Darsteller: Debra Winger, Mark Keyloun, Darrell Larson, Brooke Alderson, Paul Winfield. 35mm, Farbe, 109 min
 
Eine Wiederentdeckung. Die Verantwortlichen bei Warner Bros. konnten wenig anfangen mit dem hintergründigen Neo-Noir Mike's Murder, der sich wie ein verspäteter New-Hollywood-Autorenfilm anfühlt, denn als Starvehikel für Debra Winger, als das er vermutlich in Auftrag gegeben worden war. Winger spielt Betty Parish, eine junge Frau, die sich in ihren Tennislehrer verliebt und nach dessen Tod einer kriminellen Verschwörung auf die Spur kommt. Die ­erste, im Stil von Christopher Nolans Memento "rückwärts" erzählte Schnittfassung erschien den Verantwortlichen derart ungeheuerlich, dass sie das Material ein ganzes Jahr lang umschneiden ­ließen. Selbst in der finalen Version bleibt Mike's Murder ein Film über eine von existenzieller Unsicherheit zerrissene Welt – und ein zu Unrecht vergessener Eintrag in die Psychokartografie von Los Angeles, einer Stadt, die hier wirkt, als sei sie von einem bösen Zauberer mit ­einem geheimnisvollen Fluch belegt worden. (L.F.)
 
Einführung von Nikolaus Perneczky am 6.6.

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