Cop

Cop (1988)

Regie: James B. Harris; Drehbuch: Harris nach Blood on the Moon von James Ellroy; Kamera: Steve Dubin; Musik: Michel Colombier; Darsteller: James Woods, Lesley Ann Warren, Charles Durning, Charles Haid. 35mm, Farbe, 110 min
 
James B. Harris’ überschaubare Filmografie weist ihn als Mann fürs Hartgesottene aus. In seiner ausgenüchterten James-Ellroy-Verfilmung Cop begibt sich bad boy James Woods als Vollblutkriminaler Lloyd Hopkins auf die Suche nach einem Frauenmörder, der in Los Angeles sein Unwesen treibt. Was Hopkins’ unsystematische, an Gedankensprüngen und Zufallsfunden entlang stolpernde Ermittlungen zutage fördern, ist weniger ein kohärenter Plot als eine gesellschaftliche Grundstimmung oft gewalttätiger Misogynie, in die auch der unverbesserliche Chauvinist Hopkins selbst eingebunden ist. Der Ermittler als asshole: Dass Harris und Woods sich für keinen Augenblick mit Feingefühl und anderen Rücksichten aufhalten, versetzt sie in die Lage, eine dichte, an idiosynkratischen Details reiche Welt zu entwerfen, die auch ohne Spannungsdramaturgie zu faszinieren vermag. Ob man ihn sympathisch findet, ist diesem archaisierenden Männerfilm herzlich egal: Take it or leave it. (N.P.)

Spieltermine:

So 02.06.2013 21:00
(Engl. Omd/fU)
Fr 14.06.2013 19:00
(Engl. Omd/fU)