Housekeeping

Housekeeping (1987)

Regie: Bill Forsyth; Drehbuch: Forsyth nach dem Roman von Marilynne Robinson; Kamera: Michael Coulter; Musik: Michael Gibbs; Darsteller: Christine Lahti, Sara Walker, Andrea Burchill, Anne Pitoniak, Barbara Reese. 35mm, Farbe, 116 min
 
Der Schotte Bill Forsyth (Gregory’s Girl, Local Hero) verfilmte für sein erstes US-Projekt einen Roman von Marilynne Robinson. Es geht um die Schwestern Ruthie und Lucille, die in den 50er Jahren bei ihrer Tante Sylvie in einem Kaff aufwachsen, das sich zumindest für Sylvie und die jüngere Ruthie genauso anfühlt, wie es heißt: ­Fingerbone. Während Lucille sich zu arrangieren beginnt, fallen die beiden anderen langsam aus der Welt. „And there was an end to housekeeping“, heißt es am Schluss eines der außergewöhnlichsten Filme, die das Hollywoodkino der Achtziger hervorgebracht hat. Das Eigenheim brennt ab, zwei Frauen machen sich auf ins Dunkel der Nacht, vielleicht in Richtung jener „anderer Menschen“, die ­irgendwo im Dunkel der Wälder leben könnten, fern jenes Unterdrückungszusammenhangs, den man Gesellschaft nennt, und der von diesem kompromisslos poetischen Film nicht reformiert werden will – sondern als Ganzes zurückgewiesen wird. (L.F.)
 
Einführung von Lukas Foerster am 3.6.

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