Darkness

Darkness (2002)

Regie: Jaume Balagueró; Drehbuch: Balagueró, Fernando de Felipe; Kamera: Xavi Giménez; Musik: Carles Cases; Darsteller: Anna Paquin, Lena Olin, Iain Glen, Giancarlo Giannini, Fele Martínez. 35mm, Farbe, 102 min

 
Fünf Jahre bevor Jaume Balagueró als Co-Regisseur der [REC]-Tetralogie ein höchst erfolgreiches Euro-Horror-Franchise in Gang setzte, drehte er Darkness (auf Englisch, mit internationalem Cast rund um Anna Paquin). In seiner Motiv-Fülle so anders als das Minimal-Mockumentary [REC], bietet dieser Spuk-Schocker vieles, das anders vertraut wirkt: malerische Schwärze, ein leerer Wohnhausflur als Leitmotiv, eine Kinderspieldose – Anblicke, von denen heute US-haunted house-Filme wie Insidious oder The Conjuring zehren, tauchen hier früh auf. Ein Trauma-Mystery-Plot um zu erlösende Geisterkinder (als Thema im spanischen Horror noch präsenter als anderswo) macht alle Mitglieder der Familie, die von Papas Anfällen und Söhnchens Visionen geplagt wird, verdächtig und bedrohlich. Es wackeln Sicher- und Gewissheiten; poröse Wände, gerüttelte Bilder, Abruptheit im (Ton-)Schnitt und Momente überbordender Buntheit wirken so verstörend wie betörend. (D.R.)

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