Umberto D.

Umberto D. (1952)

Regie: Vittorio De Sica; Drehbuch: De Sica (ungenannt), Cesare Zavattini; Kamera: G.R. Aldo; Musik: Alessandro Cicognini; Darsteller: Carlo Battisti, Maria Pia Casilio, Lina Gennari, lIeana Simova, Elena Rea. 35mm, s/w, 88 min

 
Zum Auftakt:

Cani dietro le sbarre (Hunde hinter Gittern) (1955) von Gillo Pontecorvo. 35mm, Farbe, 12 min

 
Am Beginn ein Frühwerk von Gillo Pontecorvo über einen römischen Hundezwinger – ein bestürzendes Dokument der institutionalisierten Grausamkeit gegen Tiere. Dann: der Höhepunkt in der Zusammenarbeit von Vittorio De Sica und Cesare Zavattini, einem der bedeutendsten Autoren, Propheten und Theoretiker des Neorealismus. Umberto D. ist eines der Meisterwerke des italienischen Films und ein revolutionäres Werk der Filmkunst überhaupt. Knapp neunzig Minuten aus dem Leben eines pensionierten Beamten, dem nichts passiert. Und aus dem Leben seines Hundes, Flike. Die Einsamkeit des Umberto D., der jeden Kontakt zur Umwelt verloren hat, scheint sich wie von selbst zu erzählen, und die Zeit des Films gleicht sich den realen Vorgängen an. Die exakt beobachtete Realität erfährt in diesem bewegenden Film eine poetische Transfiguration. (C.H./H.T.) André Bazin: „Ich zögere nicht zu behaupten, dass das Kino uns selten zuvor so klar vor Augen geführt hat, was es bedeutet, ein Mensch zu sein. (Übrigens auch, was es heißt, ein Hund zu sein.)“

Spieltermine:

Sa 17.10.2015 18:30
(Ital. OmdU)