India Matri Bhumi (Indien, Mutter Erde)

India Matri Bhumi (Indien, Mutter Erde) (1957–59)

Regie: Roberto Rossellini; Drehbuch: Rossellini, Sonali Senroy Das Gupta, Fereydoun Hoveyda; Kamera: Aldo Tonti. Musik: Philippe Arthuys. 35mm, Farbe, 90 min

 
Zum Auftakt:

Pastori di Orgosolo (Hirten von Orgosolo) (1958) von Vittorio De Seta. 35mm, Farbe, 10 min

 
In einem Fluss ruhelos schweifender Kameragesten kehrt Roberto Rossellini zu seinen neoreaIistischen Anfängen zurück und erzählt von einem Elefantenführer, einer Familie, die fünf Jahre lang beim Bau des Hirakud-Staudamms schuftet, von einem 80-jährigen Mann, einem geretteten Tiger, einem Gaukler, einem herrenlos gewordenen Affen. Vier Filme im Film oder tausend Details, die immer zugleich von sich selbst sprechen und auf anderes verweisen: die Menschen auf Tiere, die Tiere aufs Sakrale, das Sakrale auf den Alltag, der Alltag auf die Arbeit, die Arbeit auf die Dörfer, die Dörfer auf den sie umschließenden Dschungel; das Wasser auf das Land und dieses aufs Ganze, auf India Matri Bhumi, Indien, Mutter Erde, eine Einheit des Vielen, das sich in der Geschichte verändert und zugleich wie zeitlos verharrt. Ein einzigartig freier und weltoffener Film ohne vereinnahmende Synthese, der Versuch, mit Hilfe von Phänomenen eine Welt in der Form eines betörenden Filmgedichts zu beschreiben. (H.T.)

Spieltermine:

Mo 19.10.2015 18:30
(Ital. OmdU)