Grizzly Man

Grizzly Man (2005)

Ein Film von Werner Herzog; Kamera: Peter Zeitlinger; Musik: Richard Thompson; mit Werner Herzog, Timothy Treadwell. 35mm, Farbe, 103 min

 
Der US-Tierschützer Timothy Treadwell lebte 13 Sommer lang unter Grizzlybären in Alaska und filmte dabei hunderte Stunden von Videomaterial, um seinen naiven Glauben zu demonstrieren, wie Mensch und „Teddybär“ in freundschaftlicher Eintracht existieren können – ein Experiment, das 2003 damit endete, dass Treadwell und seine Freundin von einem Grizzly angefallen, getötet und gefressen wurden. Eine monomanische Figur wie aus einem Film von Werner Herzog, der glücklicherweise an die Videos kam: Sie liefern den Kern für Grizzly Man, eine seiner großen Studien über die unergründliche Naturwildnis in Konfrontation mit menschlicher Hybris – gleichermaßen schwarze Komödie und herzogianische Vision der unliebsamen „ekstatischen Wahrheit“. Mit unverwechselbarem Akzent bringt es der Regisseur einmal selbst auf den Punkt: „I believe the common denominator of the universe is not harmony but chaos, hostility, and murder.“ (C.H.)

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