Vidas secas (Trockenes Leben) (Foto: Deutsche Kinemathek)

Vidas secas (Trockenes Leben) (1963)

Regie: Nelson Pereira dos Santos; Drehbuch: Pereira dos Santos nach dem Roman von Graciliano Ramos; Kamera: José Rosa, L.C. Barreto; Musik: Leonardo Alencar; Darsteller: Átila Iório, Maria Ribeiro, Orlando Macedo. 35mm, s/w, 100 min
 

Das Dasein als Wanderung, ohne Wandlungen, als Abfolge immer ähnlicher Opfer, so lange, bis nichts mehr zu geben bleibt. Fabiano und seine Familie, Landarbeiter, die die Dürre des Sertão vor sich her treibt, müssen wieder ihrer Wege ziehen, als alle Wasserlöcher ausgetrocknet sind. Sie finden ein scheinbar verlassenes Gehöft, die Regenzeit macht den Boden urbar und bringt so dessen Besitzer ins Haus. Sie werden seine Knechte, doch an einem Festtag scheint sich alles zum Besseren zu wenden. Zu Beginn, Anfang der 60er Jahre, bestach das Cinema Novo durch seinen sozialen und spirituellen Realismus. Ihren ersten – und selten wieder erreichten – Höhepunkt fand diese Tendenz in der Bresson’schen Askese des frühen Nelson Pereira dos Santos, zerschossen von Momenten eines expressiven Naturalismus. Ein Klassiker der Moderne. (R.H.)

Spieltermine:

Mi 28.10.2015 16:00
(Port. OmdU)
Do 12.11.2015 18:30
(Port. OmdU)