Planet of the Apes

Planet of the Apes (1968)

Regie: Franklin J. Schaffner; Drehbuch: Michael Wilson, Rod Serling nach dem Roman von Pierre Boulle; Kamera: Leon Shamroy; Musik: Jerry Goldsmith; Darsteller: Charlton Heston, Roddy McDowall, Maurice Evans, Kim Hunter, James Whitmore. 35mm, Farbe, 112 min
 

Zum Auftakt:

Rat Life and Diet in North America (1968) von Joyce Wieland. 16mm, Farbe, 16 min

 
Wo Stanley Kubrick zeitgleich in 2001 die Menschheit nach den Sternen greifen lässt, beginnt Franklin J. Schaffner seine Zukunftsvision mit dem Rücksturz in die Steinzeit: Raumfahrer stranden auf einem Planeten, auf dem die Rollen von Affen und Menschen vertauscht sind. Gesellschaftssatire in Form eines ambitionierten Abenteuers. Schon zur Eröffnung orchestriert Schaffner virtuos-avantgardistisch eine audiovisuelle Sinfonie der Panavision-Desorientierung in fremdartigen (Nationalpark-)Landschaften zu neutönender Musik von Jerry Goldsmith, bis die Astronauten von berittenen Affen bei der Menschenjagd mitgefangen werden: Der Überlebende (Charlton Heston) gerät als vermeintliches missing link zwischen theokratischen Affenherrschern und tierischen Steinzeitmenschen ins Zentrum eines Zivilisationsstreits. Ein Sixties-Zeitbild mit Wahnsinnspointe. Zur Einstimmung ein politisch aufgeladenes Mini-Meisterwerk: die Gegenkultur als Rattennest. (C.H.)

Spieltermine: