American Gigolo (© Paramount Pictures / Park Circus)

American Gigolo (1980)

Regie, Drehbuch: Paul Schrader; Kamera: John Bailey; Musik: Giorgio Moroder, Blondie, Smokey Robinson and The Miracles; Darsteller: Richard Gere, Lauren Hutton, Hector Elizondo, Nina van Pallandt, Bill Duke. 35mm, Farbe, 117 min

 

Zum Auftakt:

Pretty Woman [Ausschnitt] (1990) von Garry Marshall. 35mm, Farbe

 
Richard Gere als Luxus-Callboy, der unter Mordverdacht gerät. Ein prophetischer, stilbildender Neo(n)-Noir, in dem Paul Schrader mit virtuoser Kameraarbeit den Look der Achtziger definierte, ehe sie noch richtig begonnen hatten: makelloser, muskulöser Gere-Gigolo-Körper in makellos arrangierten Interieurs. Mensch und Ding verführerisch aufgehend ineinander, in einer Welt attraktiver Warenästhetik. Gegenläufig dazu die ins Moralische gewendete Erzählung samt einem Bresson-inspirierten Ende. Aber sie kann beunruhigend wenig ausrichten. Christian Petzold: „Am Schluss ist Leere. Oder Liebe – die glaubt aber keiner mehr.“ Als Vorspiel: ein Stück vom Ende der Eighties – aus Pretty Woman, einem weiteren Schlüsselwerk des mutierenden Hollywoodkapitalismus. „Ein Film“, so Petzold, „der sich zurücksehnt. Es gibt keine Produktion mehr, man verkauft seinen Körper oder man zerschlägt das, was übrig ist. Das Kino spürt, dass es selbst betroffen ist und wird Märchen.“ (C.H.)

Spieltermine: