He Ran All the Way (Foto: Parc Circus)

He Ran All the Way (1951)

Regie: John Berry; Drehbuch: Dalton Trumbo, Hugo Butler (Front: Guy Endore) nach dem Roman von Sam Ross; Kamera: James Wong Howe; Musik: Franz Waxman; Darsteller: John Garfield, Shelley Winters, Wallace Ford, Selena Royle, Norman Lloyd. 35mm, s/w, 77 min

 
John Berrys letzter Film in den USA (bevor er wegen McCarthys „Hexenjagd” nach Europa gehen musste) – und ein Schlüsselwerk unter den beißenden Krimis der linken Blacklist-Opfer, nicht zuletzt wegen John Garfield in seiner letzten Rolle, einer quintessentiellen Verkörperung seines Status als working-class punk. Nach einem verpfuschten Raubüberfall, bei dem er einen Polizisten erschossen hat, nimmt er in der Wohnung einer Zufallsbekanntschaft deren Familie in Geiselhaft, hin- und hergerissen zwischen Misstrauen und dem Wunsch, Teil der Gemeinschaft zu sein. Die gemeinsame Herkunft aus der Arbeiterklasse verschärft das moralische Dilemma für beide Seiten. Berry und Kameramann James Wong Howe orchestrieren das Ansteigen der Spannung mit Verve bis zum bitteren Finale. Christian Petzold: „Während der Held untergeht, wird – in der Wirklichkeit – Garfield und Drehbuchautor Trumbo wegen unamerikanischer Umtriebe der Garaus gemacht.“ (C.H.)

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